Shimmy
Tango
Charleston
Black Bottom
Swing
Schieber
Boogie Woogie
Der Charleston

Um die Jahrhundertwende wurde dieser Tanz von schwarzen Dockarbeitern der Stadt Charleston getanzt. Es dauerte aber bis zum Anfang der 20er Jahre, um den Tanz gesellschaftsfähig zu machen und 1923 wurde erstmals durch geschickte Vermarktung eine Lawine ausgelöst. Tanzmode und Plattenverkauf wurden gegenseitig in Schwung gebracht.
So wurde auf den Plattenhüllen eine einheitliche Choreographie des neuen Modetanzes abgedruckt.
z.B. hieß es dort:
"Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße. Der Tänzer kann seinen Rücken beugen oder gar in Hockstellung gehen."
Schnelligkeit der Bewegungen waren wegen der bis zu 148 Rhythmen pro Minute (normaler Tanz höchstens 80-78) notwendig.

Mit den rudernden Arm- und Beinbewegungen wirkten die Tänzer daher wie Wettläufer.
Die Bewegung einzelner Körperteile, die auch bei diesem Tanz entscheidende Bedingung war, zeigt auf die afrikanischen Quellen als Grundprinzip aller schwarzen Tänze.
Diese Bewegungen wurden aber im Laufe der 20er Jahre gezähmt und ab ca. 1927 galt folgende Beschreibung:
Richtig getanzt beginnt der Charleston erst von den Knien ab nach unten. Der Körper muss ruhig bleiben", denn "das unterscheidet den gesellschaftlichen Charleston von der Neger-Exhibition". Nur für die Zeit "nach Mitternacht" erlaubt er den "Bakerschritt" als gewagte Einlage mit "gebogenem Kreuz" (d.h. herausgestrecktem Po).“
Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929, als sich der Großteil der Bevölkerung die abendlichen Vergnügungen nicht mehr leisten konnte, verlor der Tanz seine Bedeutung.




 


nach oben

Charleston

Die Tänze